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Tiergerechte Ernährung

Unsere domestizierten Meerschweinchen haben gleich wie ihre wilden Verwandten einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm, der kaum Peristaltik (Muskeltätigkeit) aufweist. Aus diesem Grund müssen sie ständig Nahrung mit viel Rohfaser aufnehmen (über den Tag verteilt) um die Darmtätigkeit in Gang zu halten. Außerdem wachsen ihre Zähne ständig nach und daher muss für ausreichend Zahnabrieb durch die Nahrung gesorgt werden.

 

Die optimalste Fütterung ist es wenn die Meerschweinchen ständig aus jeder Futtermittelgruppe (Heu, Wiesengrün, Grünfutter, Gemüse, Zweige)  nach Belieben auswählen und fressen können. Dies gilt für gesunde Meerschweinchen, denn bei einigen Erkrankungen oder in manchen Situationen muss die Fütterung eventuell verändert werden.

 

Verschiedene Wiesenkräuter und –gräser wären die gesündeste und natürlichste Art der Nahrung. Diese Wiesengräser beinhalten Eiweiß und Vitamin C. Durch die ständige Vitamin C Zufuhr durch ihre Nahrung sind die Meerschweinchen darauf eingestellt und können dieses Vitamin C nicht speichern, daher muss dieses immer in Form von Kräutern zugefüttert werden. Die heimischen Wiesenkräuter und Gräser beinhalten zwar alles was Schweinchen braucht, aber leider zu wenig Vitamin C.

Dieser Mangel muss durch die Zugabe von diversen Kräutern ausgeglichen werden. Die im Grünfutter enthaltenen Rohfasern halten den Darm in Schwung und sorgen gemeinsam mit der im Futter enthaltenen Kieselsäure für einen optimalen Zahnabrieb.

Nach einer langsamen Futterumstellung dürfen Gras und Wiesenkräuter auch unbegrenzt zur beliebigen Entnahme angeboten werden.

Zum Thema Fütterung von der Wiese finden sie detaillierte Infos auf http://futtervonderwiese.npage.de/

 

Heu ist auch ein wichtiger Bestandteil der Meerschweinchennahrung und muss täglich immer frisch (auch im Sommer zusätzlich zu Wiesenkräutern und Gräsern ) und unbegrenzt zur Verfügung stehen. Die Tiere selektieren welche Bestandteile des Heu sie fressen wollen, minderwertige oder schädliche Teile bleiben übrig und müssen dann entfernt  werden. Im Normalfall bleiben über 50 % des täglich angebotenen Heus übrig gleich wie bei den Wildwiesenkräutern- und Gräsern.  Bitte achten sie unbedingt auf die Qualität des Heus!

 

Da Meerschweinchen vor allem in Innenhaltung nicht ständig Wiesengrün als Nahrung zur Verfügung haben, muss täglich frisches Gemüse angeboten werden, dadurch wird auf abwechslungsreiche Weise Flüssigkeit, Eiweiß, Vitamine und Kohlenhydrate zuführt. Bieten sie mehrmals täglich verschiedene Gemüsesorten an, auch wenn nur manche gerne verspeist werden, sollte die Mischung ausgewogen sein. Es soll auch nur so viel angeboten werden, dass es bis zur nächsten Fütterung aufgefressen werden kann! Bitte das Gemüse und Obst vor dem Verfüttern gründlich waschen. Die Reste bitte jeden Tag entfernen um Schimmelbildung vorzubeugen. Obst sollte nur selten als besonderer Leckerbissen angeboten werden.

Detaillierte Gemüse- und Obstlisten finden sie unter http://www.diebrain.de/Iext-vitamine.html#gem

 

Wichtig:

Grünfutter und Gemüse muss mehrmals täglich gereicht werden, damit der Darm nicht unregelmäßig belastet wird und es dadurch zu gesundheitlichen Problemen kommt. Die Tiere stürzen sich sonst heißhungrig darauf und schlucken dabei oft so viel Luft, dass es im Darm zu Fehlgärungen kommt. Über den Tag verteilte Portionen sind daher besser, da die Tiere entspannter fressen und nicht mehr so schlingen.

Dies stellt auch für Berufstätige kein Problem dar, denn dann füttert man in der Früh bevor man aus dem Haus geht, wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und vor dem Zubettgehen noch einmal.

 

Kräuter, Blüten und Blätter in getrockneter Form sind unverzichtbare Protein-, Vitamin- und Minerallieferanten, die besonders im Winter ein unverzichtbarerer Teil der Nahrung sind und das nur in kleinen Mengen verfügbare Grünfutter optimal ergänzen. Getrocknete Kräuter dürfen nur in kleinen Mengen verfüttert werden, um nicht eine Mineralienüberversorgung (besonders Kalzium) zu verursachen und so auch eventuell  auch Nieren/Blasenprobleme zu begünstigen. Getrocknete Blüten und Blätter können in größeren Mengen angeboten werden.

Trockenkräuter sollten nicht in Plastiktüten oder Plastikdosen gelagert werden, da es durch die Restfeuchte zu Schimmelbefall kommen kann. Ebenso ungeeignet für die Aufbewahrung sind Tüten aus verschiedenen Materialien oder dünnwandige Pappkartons, da es darin zu Mottenlarven- oder Milbenbefall kommen kann.

Ausgewogene und gesunde Mischungen erhalten sie  im Fachhandel oder http://www.kaninchenladen.de/kraeuter-getrocknet.html

 

Meerschweinchen selektieren selber was giftig oder ungiftig ist, allerdings müssen sie dafür genug Futter zur Verfügung haben. Jeder Halter sollte sich allerdings vorher genau informieren, was unterverträglich und giftig ist.

Trockenfutter, Pellets oder Mastfutter

 

Abwechslungsreich ernährte Meerschweinchen in Innenhaltung benötigen keine Pellets oder Trockenfutter, weil diese viel Fett, Stärke und Zucker enthalten und sehr schwer verdaulich sind. Wir raten davon ab. Es gibt einige Ausnahmesituationen sowie bei Zuchttieren, eventuell kranken Tieren oder Tieren in Winterkaltstallhaltung, die unter Umständen Kraftfutter in Form von Trockenfutter oder Pellets bekommen sollten.

 

Ebenso kann es sein, dass wenn das Heu wenig Sämereien und Ähren enthält, zusätzliche Fette und Proteine in Form von Kernen und Samen zugefüttert werden müssen. Einen Fettsäuremangel erkennt man an struppigem Fell, Fellverlust, sehr trockener oder schuppiger Haut, Lippengrind oder Verstopfung.

Um essenzielle Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6 sollten sie gelegentlich pro Meerschweinchen einen halben Teelöffel pro Woche an geschälten Sonnenblumenkerne oder einer Samenmischung anbieten. Diese Fettsäuren sind im Normalfall auch in frischen oder getrockneten Grasähren enthalten.

 

Bei schlechter Heuqualität oder Fellwechsel sind ein Teelöffel Grassamen oder Kleinsämereien auch sinnvoll. Folgende Samen sind für Meerschweinchen geeignet: Grassamen (Kammgras, Rohrschwingel, Knaulgras, Weidelgras), Leinsamen, Fenchelsamen, Hirse, Amaranth, Löwenzahn, Bockshornkleesamen.

 

Gesunde Meerschweinchen in Innenhaltung benötigen diese Stärkemengen nicht, wohingegen Tiere in ganzjährige Außenhaltung im Winter ab und zu Getreideähren und Hirserispen als Kraftfutter angeboten bekommen sollten. Grüne Ähren sind ein gesundes und nahrhaftes Leckerchen.

 

Nicht zur tiergerechten Ernährung gehören die meisten im Handel angebotenen Leckerlis. Sie enthalten häufig Zucker und Honig, Getreide und Mais. Diese schädigen aufgrund ihrer stärke- und zuckerhaltigen Inhaltsstoffe durch Absenkung des ph Wertes in der Darmflora den Darm. Auch werden die Schweinchen dadurch fett und träge. Auch Milchprodukte sind für Meerschweinchen ungeeignet, da Meerschweinchen reine Veganer sind und ihre Verdauung nicht auf tierisches Eiweiß ausgerichtet ist. Daher gilt: Hände weg von diesen Produkten, sie sind bestenfalls ein Augenschmaus für den Halter aber gesundheitsschädlich für ihre Lieblinge.

Umfassende Infos dazu finden sie unter www.diebrain.de Meerschweinchen/Ernährung/Der Unsinn mit den Snacks für Kaninchen und Meerschweinchen

 

Ebenso ungeeignet ist altes hartes Brot und Gebäck, da es Inhaltsstoffe enthält, die für die Schweinchen ungesund, teilweise auch unverträglich sind und verschiedene Erkrankungen vor allem der Niere und Leber verursachen können.

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