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Vergesellschaftung von Meerschweinchen

Bevor sie eine Vergesellschaftung starten, sollten sie überlegen welche Kombination passt. Grundsätzlich gilt das für ein Meerschweinchen nur ein Meerschweinchen der richtige Partner ist.  Ein Kaninchen ist KEIN Ersatz für einen Artgenossen. Mittlerweile dürfen Kaninchen und Meerschweinchen auch laut Gesetz nicht mehr zusammengehalten werden.

Die natürlichste Form ist immer ein Bock mit mehreren Weibchen ( in der Heimtierhaltung natürlich nur ein kastrierter Bock um ungewollten Nachwuchs zu vermeiden) und drei oder vier Weibchen.

Reine Weibchengruppen sind in der Regel auch kein Problem und die Vergesellschaftung  klappt meist problemlos.

Reine Böckchengruppe sind nur was für sehr erfahrene Meerschweinchenhalter und meistens eher problematisch.

Vor einer Vergesellschaftung sollte durch einen Tierarzt sichergestellt werden, dass die Tiere gesund sind und eine Quarantänezeit von zwei bis vier Wochen, je nachdem ob es sich um ein Fundtier oder ein Tier aus einem anderen Stall handelt. Hält man sich nicht an die Quarantänezeit können mitunter schwerwiegende Krankheiten in die Gruppe geholt werden.

Unbedingt zu beachten bei einer Vergesellschaftung ist:

Man braucht ausreichend Platz, vergesellschaftet wird grundsätzlich auf neutralem Boden. Eventuell in einem Klappgehege, dass vorher mit Essigwasser (reinigt, desinfiziert und überdeckt Gerüche) geputzt wurde. Es dürfen nur Einrichtungsgegenstände verwendet werden, durch die hindurch gelaufen werden kann wie Etagen, Unterstände, Röhren oder Tunnel, Pappkartons oder Häuser mit zwei oder mehr Ein- bzw. Ausgängen.

Verteilen sie Futter großzügig im Auslauf, dies weckt die Aufmerksamkeit der Schweinchen und Heuberge die gleichzeitig auch eine Versteckmöglichkeit bieten.

Wenn der Auslauf bzw.  das Gehege vorbereitet ist, dann können die Vergesellschaftung starten. Setzen die Tiere hinein und beobachten sie.

Da die ersten 6 bis 8 Stunden sehr wichtig sind, sollte immer ein Auge auf das Geschehen geworfen werden. Vertragen sich die Meerschweinchen in dieser Zeit, bleiben größerer Kämpfe höchstwahrscheinlich aus. Es kann zwar in den nächsten Tagen noch kleinere Reibereien geben oder erst nach Tagen noch knallen, aber dies gestaltet sich meist eher harmlos. Klare Abneigung zeigt sich gleich in den ersten Stunden.  Nehmen sie sich bitte immer viel Zeit dafür!

 

Während einer Vergesellschaftung beschnuppern sich die Tiere, wenn sie merken, dass es sich um einen Neuen handelt, schlagen die Tiere meistens mit ihren Köpfen hoch  und klappern mit den Zähnen. Sie laufen auseinander oder hintereinander her. Sie jagen einander, zeternd, sie brommseln, sie reiten auf und bedrohen sich. All dies ist normal und man muss diesem Verhalten seinen Lauf lassen. Der Halter muß nur einschreiten, wenn die Tiere ein Knäul bilden und sich beißen wollen. In dem Fall reicht es oft aus, die Streithähne mit Heu zu bewerfen. Nutzt das nichts, kann man auch laut in die Hände klatschen oder laut rufen. Nützt dieses auch nichts, muss man versuchen die Tieren mit einer Pappe oder einen Brett zu trennen.

Grundsätzlich geht es  bei einer Vergesellschaftung recht geräuschvoll zu. Deswegen wäre es hilfreich, sich vorher auf http://www.diebrain.de/I-verh.html  über die Lautsprache der Tiere zu informieren.

Im Normalfall wird einige Zeit Unruhe in der neuen Gruppe herrschen weil die Tiere die Rangordnung klären. Durch lautes Gemuige und wildes Herumrennen und Herumjagen kann ein bedrohlicher Eindruck für den Halter entstehen. Aber es darf wirklich nur eingegriffen werden, falls es zu blutigen Auseinandersetzungen kommt.

Kleinere Wunden im Gesicht oder an den Ohren entstehen oft nur zufällig bei kleinen Streitereien, wenn die Tiere nur kurz zuschnappen, dies ist kein Grund zur Sorge! Bitte nicht eingreifen, lassen sie die Vergesellschaftung weiter laufen.  Die Wunden (eventuell  Bepanthen oder Wundsalbe draufgeben) heilen meist ohne Probleme trocken ab. Sollten sie aber feststellen, dass die Wunden anschwellen und heiß werden und sich entzünden oder nicht zu Bluten aufhören, muss ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

Bisse im Halsbereich oder am hinteren Rücken bzw. Hinterteil zeigen deutlich das ein ranghöheres Tier ein rangniedrigeres Tier gejagt und massiv attackiert hat. Es muss sofort getrennt werden. Ein neuer Vergesellschaftungsversuch kann einige Tage später gestartet werden. Sollte dieser Versuch auch scheitern, ist zu akzeptieren, dass sich diese Tiere nicht mögen. Es muss daher ein anderer Partner gesucht werden.

 

Fehler bei Vergesellschaftung von Meerschweinchen

Aufgrund der Aufregung bei einer Meerschweinchenvergesellschaftung reagieren die Halter zu menschlich und es kommt zu schwerwiegenden Fehlern.

  • Sackgassen: Alle Einrichtungsgegenstände müssen mindestens zwei Ein-bzw. Ausgänge haben, da sie sonst zu regelrechten Fallen werden. Da kein zweiter Durchgang zur Flucht zur Verfügung steht, wird ein Tier im Versteck regelrecht gefangen und ist somit dem nachfolgenden Meerschweinchen ausgeliefert. Solche Situationen führen oft zu schlimmen Auseinandersetzungen. Bitte immer auf große Öffnungen achten!
  • Viele Halter setzen den Neuankömmling einfach ins Revier des vorhandenen Meerschweinchen, was ein fataler Fehler ist, da dieses sein Revier verteidigt und es dazu zu heftigen Streitereien kommt, die auch blutig enden können.
  • Ein sehr großes Problem ist das Mitleid des Halters. Weil ihm sein Tier leid tut und er die Rangordnungskämpfe nur schwer erträgt, greift er oft ein um sein Tier zu „retten“ und macht so die Vergesellschaftung zunichte, da die Rangordnung nicht abschließend geklärt werden konnte. Nach jeder Trennung muss neu vergesellschaftet werden, wobei auch die Aggressionen der Tiere immer wieder hochkochen

 

 

Interessantes und Wichtiges

Wenn sie sich für Meerschweinchen als Haustiere entscheiden sollten, fragen sie bei Tierheimen, Pflegestellen und Notfall- bzw. Auffangstationen nach.

 In Liebhaberforen im Internet finden sich viele Notfellchenseiten, das Angebot ist groß. Aus Tierschutzgründen ist von Zooladenkäufen Abstand zu nehmen. Denn jeder Kauf, auch aus Mittleid, fördert die Zucht und Massentierhaltung von Kleintieren.

 

Unsere Buchtipps zum Thema „Meerschweinchen“:

„Ihr Hobby Meerschweinchen“ von Christine Wilde

„Traumwohnungen für meine Meerschweinchen“ von Christine Wilde

 

 

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